Logo Konversionssommer 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Konversion hilft weiter“ – so lautet das Motto für den Konversionssommer 2016. Damit hat das Forum für Konversion und Stadtentwicklung (FOKUS) als Träger der landesweiten Veranstaltungsreihe den Nagel auf den Kopf getroffen: Mit der Konversion von Militärflächen – dieAnfang der 1990er-Jahre acht Prozent der Landesfläche ausmachten – ist ein wichtiger Beitrag zu einer guten Entwicklung des Landes Brandenburg geleistet worden.

Von den rund 100.000 Hektar, die der Bund 1994 nach Abzug der Westgruppe der Truppen an das Land Brandenburg übertrug, sind mittlerweile rund 93 Prozent in eine zivile Nutzung überführt. Arbeit, die sich gelohnt hat. Wurde in den Anfangsjahren Wohnraum geschaffen, standen später die Ansiedlung von Industrie, Gewerbe sowie erneuerbare Energien und der Erhalt wertvoller Biotope und Wildnisräume im Vordergrund.

Die Konversion der noch verbliebenen Areale gestaltet sich jedoch zunehmend schwierig. Sei es, weil es sich um Truppenübungsplätze handelt, die mit Explosionsstoffen, Munition und sonstigen Altlasten kontaminiert sind. Sei es, weil es bau- und nutzungshistorisch bedeutsame Gebäude- und Flächenensembles sind, die unter Denkmalschutz stehen. Die bisherigen Erfolge waren nur möglich durch die gute Kooperation der Akteure des Bundes, des Landes, der betroffenen Städte und Gemeinden und der brandenburgischen Konversionsbranche.

Auch wenn sich die Rahmenbedingungen der EU in der laufenden Förderperiode 2014-2020 geändert haben: Konversion bleibt eine Querschnittaufgabe.  Kommunen haben deshalb die Möglichkeit, über den von der brandenburgischen Landesregierung initiierten Stadt-Umland-Wettbewerb Konversionsvorhaben einzubringen. Der 1998 initiierte Konversionssommer hat sich als Plattform für Erfahrungsaustausch und Vernetzung fest im jährlichen Veranstaltung sangebot im Land Brandenburg etabliert. Das Programm bietet auch in diesem Jahr wieder ein breit gefächertes Spektrum landesweiter Fach- und Publikumsveranstaltungen.

Gern unterstützen wir daher den Konversionssommer 2016 wieder aus Landesmitteln. Allen Beteiligten und Mitwirkenden danke ich herzlich für ihr Engagement. Für die Veranstaltungen wünsche ich gutes Gelingen und für die Konversionsarbeit weiterhin viel Erfolg!

Ihr Albrecht Gerber
Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg
Schirmherr des Konversionssommers 2016

Ausstellungseröffnung
Montag, 20. Juni 2016 - 10:00

Barbara-Halle, St.-Barbara-Weg 1, 14913 Niedergörsdorf, Garnisonsgeschichtsverein
St. Barbara e.V., Manfred Müller, Tel. (0173) 3228073

Freitag, 24. Juni 2016 - 10:00 bis Freitag, 30. September 2016 - 14:00

24. Juni um 10.00 Uhr Ausstellungseröffnung

Freitag, 24. Juni 2016 - 14:00

Zusammen mit dem Förster den Wald und die Besonderheiten der forstlichen Arbeit im Naturschutzgebiet auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz erkunden.

Treff um 14.00 Uhr in Pechüle, vor ehemaligen Gasthaus „Zur Friedenseiche“, Pechüler Dorfstraße 74, Dauer ca. 3 Stunden

Leitung: Jens Bandelin, Oberförsterei Jüterbog

Sonderausstellung und Rundflüge über die Konversionsfläche
Samstag, 25. Juni 2016 - 10:00 bis Sonntag, 26. Juni 2016 - 16:00

Fliegerclub Falkenberg Die Falken, Rainer Jäntsch. Tel. (0174) 1954054

Mittwoch, 20. Juli 2016 - 11:00

11.00 Uhr und 14.00 Uhr Rundgang durch das Bücker-Gelände und durch das neu erschlossene Wohngebiet mit Kindertagesstätte
13.00 Uhr Kranzniederlegung am Stauffenbergdenkmal – Treffpunkt Eingang zum Werksgelände, Walther-Rathenau-Straße (Personalausweis erforderlich) Förderverein Bücker Museum Rangsdorf e.V.

Infos: Gemeindeverwaltung Rangsdorf, Sandra Jüngst, Tel. (033708) 23668

Stiftung bietet Freiwilligendienst im Raum Jüterbog an
Pflege von Wanderwegen

Die Freiwilligen helfen z.B. bei der Pflege von Wanderwegen auf den Stiftungsflächen. Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg.

Natur erleben, Berufserfahrung sammeln und mit eigenen Händen Gutes tun - ein Freiwilligendienst bei der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg bietet vielseitige Möglichkeiten. Das Stiftungsbüro in Jüterbog sucht wieder Bewerber für den Einsatz im Wildnisgebiet. Wer ab dem 1. September 2016 in das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (BuFDi) starten will, sollte sich jetzt bewerben.

Jahresprogramme 2016 jetzt kostenfrei bestellen
Winterwanderung

Winterwanderung auf den Stiftungsflächen, Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg.

Vielfältige Naturerlebnisangebote laden im Jahr 2016 zum Entdecken der Stiftungsflächen Jüterbog und Lieberose ein. Die Jahresprogramme mit interessanten Wanderungen, Radtouren und Informationsveranstaltungen sind jetzt unter www.stiftung-nlb.de veröffentlicht und können kostenfrei bestellt werden. Für die Mitwirkung an den Veranstaltungen dankt die Stiftung vielen regionalen Partnern und Ehrenamtlichen.

Stiftung rettet wertvolle Moorlebensräume bei Lieberose
Rundblättriger Sonnentau

Die sieben im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geplanten Moorschutzprojekte auf den Stiftungsflächen bei Lieberose sind erfolgreich realisiert. Die beiden jüngsten Vorhaben am Großen Luch und an der Großen Zehme konnten jetzt mit Erfolg abgeschlossen werden. Durch die Maßnahmen werden die Moore vor dem Austrocknen bewahrt und wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen dauerhaft erhalten. Auch die wertvollen Eigenschaften der Moore als Wasser-und CO₂-Speicher werden wiederhergestellt.
 

Waldbrandschutzkonzept für die Stiftungsflächen Jüterbog von der Feuerwehr getestet
Brandschutzübung

Eine groß angelegte Waldbrandschutzübung führte die Feuerwehr am Samstag auf den Flächen der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog durch. Damit wurde die Wirksamkeit des im letzten Jahr dort fertiggestellten Waldbrandschutzstreifensystems getestet.

Gemeinschaftsaktion zeigt Erfolg
 illegale Befahrung

Im Naturschutzgebiet auf der Stiftungsfläche bei Jüterbog fand am Wochenende wieder ein Einsatz gegen illegale Befahrung statt. Bei der gemeinsamen Aktion von Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, Polizei, Oberförsterei Jüterbog und Naturwacht konnten vier Personen gefasst werden. Illegale Befahrung in dem Gebiet kann mit Bußgeldern von bis zu 20.000 € belegt werden.