Sehr geehrte Damen und Herren,

der Konversionssommer trägt in diesem Jahr den Titel „FOKUS – 20 Jahre Netzwerk für Konversion in Brandenburg“. Ein Motto, das gut gewählt ist. Denn es trägt dem großen Engagement des „Forums für Konversion und Stadtentwicklung“ gebührend Rechnung. Die FOKUS-Mitglieder haben frühzeitig erkannt, dass die Jahrhundertaufgabe Konversion nur zu bewältigen ist, wenn die betreffenden Akteure ihre Ziele gemeinsam verfolgen – und ihre Erfahrungen austauschen.

Für diesen Erfahrungsaustausch bietet der in diesem Jahr zum 20. Mal stattfindende Konversionssommer Brandenburg mit seinen Fachveranstaltungen eine wertvolle Plattform. Gleichzeitig eröffnen die Publikumsveranstaltungen des Konversionssommers die Möglichkeit, die Öffentlichkeit über die geleistete Arbeit und die Erfolge bei der Umwandlung ehemaliger Militärflächen zu informieren.

Von den rund 100.000 Hektar, die der Bund 1994 nach Abzug der Westgruppe der Truppen an das Land Brandenburg übertrug, sind mittlerweile rund 93 Prozent in eine zivile Nutzung überführt. Wurde in den Anfangsjahren Wohnraum geschaffen, standen später die Ansiedlung von Industrie, Gewerbe sowie alternative Energien und der Erhalt wertvoller Biotope und Wildnisräume im Vordergrund. Mit der Umwandlung von Militärflächen – die Anfang der 1990er Jahre acht Prozent der Landesfläche ausmachten – ist ein wichtiger
Beitrag zu einer guten Entwicklung des Landes Brandenburg geleistet worden.

20 Jahre FOKUS und 20 Jahre Konversionssommer – beide Jubiläen belegen das lange und gute Zusammenwirken aller an der Konversion im Land Brandenburg Beteiligten. 20 Jahre intensiver Zusammenarbeit zeigen jedoch auch, wie groß die mit der Umwandlung ehemaliger Militärflächen verbundenen Herausforderungen waren und immer noch sind. Die Konversion der noch verbliebenen Areale gestaltet sich zunehmend schwierig. Sei es, weil es sich um Truppenübungsplätze handelt, die mit Explosionsstoffen, Munition
und sonstigen Altlasten kontaminiert sind. Sei es, weil es bau- und nutzungshistorisch bedeutsame Gebäude- und Flächenensembles sind, die unter Denkmalschutz stehen und deren Erhalt mit hohen Kosten verbunden ist.

Auch wenn sich die Rahmenbedingungen der EU in der laufenden Förderperiode 2014-2020 geändert haben: Konversion bleibt eine Querschnittsaufgabe. Gern unterstützen wir daher den Konversionssommer 2017 wieder aus Landesmitteln.
Allen Beteiligten und Mitwirkenden danke ich herzlich für ihr Engagement. Für die Veranstaltungen wünsche ich gutes Gelingen, für die Konversionsarbeit weiterhin viel Erfolg!

Ihr
Albrecht Gerber
Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg
Schirmherr des Konversionssommers 2017

Abschluss des Konversionssommers 2017 in Alt Daber

„Durch die Konversion ist Brandenburg bunter und lebenswerter geworden. Unser Ziel war es, mit der Umwandlung alter Militärflächen für zivile Zwecke die Zukunftsfähigkeit von Städten und Regionen zu stärken. Das ist auf beeindruckende Art und Weise gelungen – erst recht, wenn man bedenkt, dass Brandenburg wie kaum eine andere Region Deutschlands vom Kalten Krieg und vom Wettrüsten gezeichnet war.“ Das erklärte Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer beim Abschluss des Konversionssommers 2017 am 12.10. im Wittstocker Ortsteil Alt Daber.

von Markus Hennen

Im Zuge der Wiederaufrüstung im NS-Regime wurde die erste Schule für die Ausbildung der neuen Waffengattung der Fallschirmjäger der Wehrmacht in Stendal eingerichtet. Der ehemalige Flugplatz in Alt Daber entstand zwischen 1937 und 1940, andere Quellen geben 1938-39 an, auf einem Standort, der ab 1934 als Segelflugplatz genutzt wurde.

Ausstellung
Mittwoch, 20. September 2017 - 10:00 bis Freitag, 13. Oktober 2017 - 16:00

Ausstellungseröffnung am 20. September um 10.00 Uhr, unteres Foyer im Rathaus, Markt 1, 16909 Wittstock/Dosse

Abschlussveranstaltung
Donnerstag, 12. Oktober 2017 - 9:30 bis 14:00

Das Forum für Konversion und Stadtentwicklung (FOKUS) lädt Sie sehr herzlich zur Abschlussveranstaltung des 20-igsten Konversionssommers in unsere Mitgliedsstadt Wittstock/Dosse ein.

Zum Auftakt des Konversionssommers konnten wir Ihnen in die zu diesem Zeitpunkt fast vollständig instandgesetzte und ausgebaute Werfthalle im heutigen Gewerbegebiet Falkenberg/Lönnewitz vorstellen.

Konversionssommer 2016, Wünsdorf

Die Eröffnungsveranstaltung des Konversionssommer 2016 fand in Waldstadt-Wünsdorf statt. Eine Exkursion führte über das Gelände der ehemaligen Offiziersschule.

2016 fand der Konversionssommer zum 19. Mal statt und stand unter dem Motto „Konversion hilft weiter“. Am 3. November 2016 fand die Abschlussveranstaltung "Konversion hilft weiter" im Eberswalder Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio statt.

Stiftung bietet letzte kostenfreie Workshop‐Plätze an

Am 15. und 16. Oktober wird es wild in Jüterbog und Niedergörsdorf. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg lädt zum Workshop und Auftritt mit dem bekannten Slam Poeten Lars Ruppel ein. Wer von der Wildnis inspiriert eigene Texte verfassen und zusammen mit Lars Ruppel auf die Bühne des Mönchenklosters bringen möchte, kann sich jetzt noch schnell anmelden. Es sind noch wenige kostenfreie Plätze für den Workshop frei. Das Projekt wird mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert, Partner ist die Stadtbibliothek Jüterbog.

Stiftung bietet Freiwilligendienst im Raum Jüterbog an
Pflege von Wanderwegen

Die Freiwilligen helfen z.B. bei der Pflege von Wanderwegen auf den Stiftungsflächen. Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg.

Natur erleben, Berufserfahrung sammeln und mit eigenen Händen Gutes tun - ein Freiwilligendienst bei der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg bietet vielseitige Möglichkeiten. Das Stiftungsbüro in Jüterbog sucht wieder Bewerber für den Einsatz im Wildnisgebiet. Wer ab dem 1. September 2016 in das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (BuFDi) starten will, sollte sich jetzt bewerben.

Jahresprogramme 2016 jetzt kostenfrei bestellen
Winterwanderung

Winterwanderung auf den Stiftungsflächen, Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg.

Vielfältige Naturerlebnisangebote laden im Jahr 2016 zum Entdecken der Stiftungsflächen Jüterbog und Lieberose ein. Die Jahresprogramme mit interessanten Wanderungen, Radtouren und Informationsveranstaltungen sind jetzt unter www.stiftung-nlb.de veröffentlicht und können kostenfrei bestellt werden. Für die Mitwirkung an den Veranstaltungen dankt die Stiftung vielen regionalen Partnern und Ehrenamtlichen.

Stiftung rettet wertvolle Moorlebensräume bei Lieberose
Rundblättriger Sonnentau

Die sieben im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geplanten Moorschutzprojekte auf den Stiftungsflächen bei Lieberose sind erfolgreich realisiert. Die beiden jüngsten Vorhaben am Großen Luch und an der Großen Zehme konnten jetzt mit Erfolg abgeschlossen werden. Durch die Maßnahmen werden die Moore vor dem Austrocknen bewahrt und wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen dauerhaft erhalten. Auch die wertvollen Eigenschaften der Moore als Wasser-und CO₂-Speicher werden wiederhergestellt.
 

Waldbrandschutzkonzept für die Stiftungsflächen Jüterbog von der Feuerwehr getestet
Brandschutzübung

Eine groß angelegte Waldbrandschutzübung führte die Feuerwehr am Samstag auf den Flächen der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog durch. Damit wurde die Wirksamkeit des im letzten Jahr dort fertiggestellten Waldbrandschutzstreifensystems getestet.

Der Konversionssommer hat sich in diesem Jahr wiederholt als hervorragende Plattform erwiesen, um die dringliche Notwendigkeit und den hohen Stellenwert der Konversion hervorzuheben.

Die Nachfrage an den Veranstaltungen war in diesem Jahr sehr gut. Besonders hervorzuheben ist das Medieninteresse, die über die Herausforderungen der Konversion im Land Brandenburg, auch mit Blick auf das 20. Jubiläum des Abzug der Westgruppe der sowjetischen Truppen (WGT).

Gemeinschaftsaktion zeigt Erfolg
 illegale Befahrung

Im Naturschutzgebiet auf der Stiftungsfläche bei Jüterbog fand am Wochenende wieder ein Einsatz gegen illegale Befahrung statt. Bei der gemeinsamen Aktion von Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, Polizei, Oberförsterei Jüterbog und Naturwacht konnten vier Personen gefasst werden. Illegale Befahrung in dem Gebiet kann mit Bußgeldern von bis zu 20.000 € belegt werden.
 

Stiftung dankt den Teilnehmern des Fotoworkshops "Wildnis im Fokus"
Fotografen des Workshop

Acht engagierte Naturfotografen aus ganz Deutschland waren vom 9.-12. Oktober 2014 auf den Flächen der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg zu Gast. Unter der Leitung der renommierten Naturfotografin Sandra Bartocha unternahmen sie Fotoexkursionen in die Wildnisgebiete der Stiftung bei Jüterbog und Lieberose. Die Stiftung hatte die aus 130 Bewerbungen ausgewählten Fotografen zur Workshopteilnahme eingeladen.

Abschlussveranstaltung des Konversionssommers 2014 in Niedergörsdorf
Konversionssommer 2014

Konversionsommer 2014 - Herold Quick, Bürgermeister der Stadt Falkenberg/Elster und FOKUS-Sprecher, Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Stephan Regeler, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Daniela Trochowski, Staatssekretärin im Ministerium der Finanzen, Andrea Magdeburg, Brandenburgische Boden GmbH (v.l.)

Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers hat anlässlich der Abschlussveranstaltung des Konversionssommers 2014 darauf verwiesen, dass bei der Überführung ehemaliger militärischer Liegenschaften in eine zivile Nutzung in den vergangenen 20 Jahren viel erreicht worden sei. Er betonte aber auch, dass die Konversion weiterhin eine anspruchsvolle Aufgabe bleibe.

Illegales Motocross fahren ist Gefahr für Mensch und Natur
Motocross

Sie sind schnell, laut und rücksichtslos – manch Wanderer kann von unangenehmen Begegnungen mit Motocrossfahrern auf den Stiftungsflächen bei Luckenwalde und Jüterbog berichten. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz, der 1999 als Naturschutzgebiet Forst Zinna-Jüterbog-Keilberg ausgewiesenen wurde, ist Motocross fahren aus Naturschutzgründen nicht erlaubt. Darüber hinaus ist das Areal nach wie vor kampfmittelbelastet, von Munition und einsturzgefährdeten Anlagen geht ein hohes Unfallrisiko aus. Dies schreckt viele Motocrosser nicht ab.